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Eigenentwicklung vs. Kauf von OEE-Software: Die wahren Kosten „kostenloser“ interner Tools

Eigenentwicklung vs. Kauf von OEE-Software: Die wahren Kosten „kostenloser“ interner Tools

Sollten Sie ein OEE-Tool in Excel entwickeln oder eine Plattform wie Fabrico erwerben? Wir analysieren die Kosten, Risiken und den Wartungsaufwand beider Optionen.
Eigenentwicklung vs. Kauf von OEE-Software: Die wahren Kosten „kostenloser“ interner Tools

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der „kostenlose“ Irrglaube: Die Erstellung eines OEE-Trackers in Excel oder PowerBI erscheint kostenlos, doch die Kosten für Entwicklungsstunden und Wartungsschulden übersteigen oft den Preis eines SaaS-Abonnements.

  • Der „Bus-Faktor“: Selbstentwickelte Tools sind in der Regel von einem Schlüsselentwickler abhängig. Verlässt diese Person das Unternehmen, bricht Ihr OEE-System zusammen.

  • Mobiles Erlebnis: Es ist einfach, ein Dashboard für einen Desktop-Computer zu erstellen; es ist extrem schwierig, eine zuverlässige, offlinefähige mobile App für Techniker zu entwickeln.

  • Kernkompetenz: Fragen Sie sich: Sind Sie ein Softwareentwicklungsunternehmen oder ein Hersteller? Konzentrieren Sie Ihre Ressourcen auf die Produktentwicklung, nicht auf das Debuggen von SQL-Abfragen.

Das ist das klassische Dilemma eines jeden Ingenieurs.

Sie sehen sich eine kommerzielle OEE-Plattform (Overall Equipment Effectiveness) an, sehen die monatliche Abonnementgebühr und denken: „Das könnte ich selbst am Wochenende bauen. Wir haben bereits Excel, Python und Power BI. Warum also bezahlen?“

Rein technisch gesehen haben Sie Recht. Einen einfachen OEE-Rechner kann man an einem Wochenende bauen. Aber ein skalierbares, sicheres und benutzerfreundliches System zu entwickeln, das 50 Techniker tatsächlich täglich nutzen? Das ist eine ganz andere Herausforderung.

Die Entscheidung zwischen Eigenentwicklung und Zukauf hängt nicht nur von den Softwarelizenzgebühren ab. Es geht um die Gesamtbetriebskosten (TCO) und die versteckten Risiken, die mit der unbeabsichtigten Entwicklung zu einem Softwareunternehmen einhergehen.

Hier ist die ehrliche Aufschlüsselung, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen soll.

Option A: Der „Selbstbau“-Ansatz (Eigenentwicklung von Werkzeugen)

Das beginnt üblicherweise mit einer Tabellenkalkulation auf einem gemeinsamen Laufwerk oder einer von einem kompetenten Verfahrenstechniker entwickelten individuellen Anwendung.

Der Appell

  • Keine Lizenzkosten: Sie verwenden Tools, die Sie bereits besitzen (Excel, Google Sheets, Microsoft Power Apps).

  • Vollständige Anpassungsmöglichkeiten: Sie können genau die Kennzahlen erstellen, die Sie wünschen, ohne unnötigen Ballast.

Die versteckten Risiken

  1. Das Risiko des „Bus-Faktors“: Die meisten internen Tools werden von einer engagierten Einzelperson entwickelt. Diese Person kennt sich mit den Makros und der SQL-Datenbankanbindung aus. Wird diese Person befördert oder verlässt sie das Unternehmen, wird das System zu einer „Zombie-Anwendung“. Niemand weiß mehr, wie man es repariert, und so wird es nicht mehr genutzt.

  2. Die mobile Lücke: Daten lassen sich auf einem 27-Zoll-Monitor im Konferenzraum relativ einfach darstellen. Es ist hingegen sehr schwierig, eine responsive und benutzerfreundliche Oberfläche für das Smartphone eines Technikers zu entwickeln. Wenn das Tool auf einem iPad schwer zu bedienen ist, wird Ihr Team (z. B. Tom) die Daten schlichtweg nicht eingeben.

  3. Wartungsschulden: APIs funktionieren nicht mehr. Windows-Updates verursachen Treiberprobleme. Server haben nicht mehr genügend Speicherplatz. Wer etwas entwickelt, muss es auch betreuen. Jede Stunde, die Ihre Ingenieure mit der Behebung von Problemen mit dem OEE-Tool verbringen, fehlt ihnen für die Optimierung der Produktionslinie.

Fazit: „Build“ eignet sich für Pilotprojekte an einem einzelnen Standort oder für sehr kleine Betriebe (<5 Maschinen), bei denen das Datenvolumen gering ist.

Option B: Der „Kauf“-Weg (Kommerzielle Plattform)

Dies beinhaltet die Nutzung eines Abonnements für eine spezialisierte OEE- und Wartungsplattform wie Fabrico .

Der Appell

  • Einsatzbereit ab Tag 1: Sie verbringen keine 6 Monate mit der Entwicklung. Sie installieren die Sensoren oder verbinden das Gateway, und Sie haben sofort Daten.

  • Native mobile Benutzererfahrung: Plattformen wie Fabrico investieren Millionen in UX/UI-Design. Die App ist speziell für die Bedienung mit fettigen Fingern, kleinen Bildschirmen und Offline-Umgebungen entwickelt. Dies führt zu einer hohen Akzeptanz bei Technikern.

  • Stabilität und Sicherheit: Der Anbieter kümmert sich um die Serververfügbarkeit, Datensicherungen und Sicherheitsupdates. Sie müssen Ihre IT-Abteilung nicht für jedes kleinere Update einbeziehen.

Die Realität der "Kosten"

Ja, es fällt eine Abonnementgebühr an. Vergleichen Sie diese jedoch mit dem Gehalt eines Vollzeitentwicklers (oder den 20 % der Arbeitszeit Ihres leitenden Ingenieurs, die er mit der Fehlersuche in Excel verbringt). In fast allen Fällen ist die Kaufoption günstiger, wenn man die jährlichen Arbeitskosten berechnet.

Urteil: „Kaufen“ ist die richtige Wahl für Mehrmaschinen- und Mehrschichtbetriebe, bei denen Zuverlässigkeit und Datenintegrität von entscheidender Bedeutung sind.

Kritischer Vergleich: Benutzerfreundlichkeit vs. Funktionalität

Bei internen Entwicklungen konzentriert man sich üblicherweise auf die Funktionalität (Stimmt die Rechnung?).
Wenn Sie eine Plattform wie Fabrico kaufen, bezahlen Sie für die Benutzerfreundlichkeit (Ist sie einfach zu bedienen?).

Der Fabrico-Unterschied:
Wir haben nicht einfach nur einen Taschenrechner entwickelt, sondern einen Arbeitsablauf.

  • Offline-Modus: Sollte Ihre WLAN-Verbindung unterbrochen werden, arbeitet Fabrico weiter und synchronisiert später. (Intern schwer zu realisieren).

  • Benutzerberechtigungen: Wir haben robuste, vordefinierte Rollen (Admin, Manager, Techniker). (Intern zu erstellen wäre sehr aufwendig).

  • Prüfprotokolle: Wir protokollieren jede Änderung zur Einhaltung der Vorschriften. (Intern zu implementieren ist komplex).

Die Entscheidungsmatrix

Du solltest BAUEN, wenn:

  • Sie besitzen weniger als 5 Maschinen.

  • Ihnen steht ein dediziertes Softwareteam mit freien Kapazitäten zur Verfügung.

  • Ihr Prozess ist so einzigartig, dass kein kommerzielles Tool passt (z. B. hochgradig experimentelle Forschung und Entwicklung).

  • Sie haben kein Budget für Betriebskosten, aber ein unbegrenztes Budget für interne Arbeitsstunden.

Sie sollten Fabrico kaufen, wenn:

  • Sie müssen die Skalierung über mehrere Produktlinien oder Standorte hinweg vornehmen.

  • Sie brauchen eine mobile App, die Techniker auch wirklich gerne benutzen.

  • Sie möchten, dass sich Ihre Ingenieure auf die Fertigung konzentrieren, nicht auf die Programmierung.

  • Sie brauchen zuverlässigen Support, der ans Telefon geht, wenn etwas schiefgeht.

Fazit: Das Rad muss nicht neu erfunden werden.

Die Fertigung ist schon schwierig genug, ohne dass man versucht, ein Software-Startup innerhalb der Fabrik zu betreiben.

Ziel ist die Verbesserung der Gesamtanlageneffektivität (OEE), nicht die Entwicklung eines OEE-Tools. Durch die Wahl einer bewährten Plattform beschleunigen Sie die Entwicklungsphase und gelangen direkt zur Optimierungsphase.

Konzentrieren Sie Ihre Entwicklungsressourcen auf das Produkt.

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