Wichtigste Erkenntnisse
Kurzantwort: Der Anteil geplanter Wartung misst, wie viel Ihrer Wartungsarbeit im Voraus geplant statt reaktivem Feuerlöschen war — er sagt Ihnen, ob Sie Anlagen managen oder ihnen hinterherlaufen. Die Termintreue misst, ob die von Ihnen geplanten Arbeiten tatsächlich pünktlich erledigt wurden. Sie beantworten unterschiedliche Fragen: die eine betrifft die Planung, die andere die Ausführung. Ein hoher Wert bei der einen und ein niedriger bei der anderen verbirgt ein echtes Problem, daher sollten Sie beide zusammen betrachten. Siehe auch präventive vs. korrektive Instandhaltung.
Der Anteil geplanter Wartungsstunden (PMP) ist der Anteil der gesamten Wartungsstunden, die im Voraus geplant waren — bekannter Auftrag, Teile bereitgestellt, Zeit eingeplant — im Vergleich zu reaktiven Arbeiten als Reaktion auf Ausfälle. Er ist eine Kennzahl für das Reifegradniveau der Instandhaltung: Ein niedriger PMP bedeutet Feuerlöschen, ein hoher PMP bedeutet, dass das Team seine Anlagen proaktiv verwaltet.
Die Termintreue ist der Anteil der Arbeiten, die für einen Zeitraum geplant wurden und tatsächlich pünktlich abgeschlossen wurden. Sie misst die Ausführung, nicht die Planung — ob der vom Team erstellte Plan tatsächlich umgesetzt wurde oder ob er immer wieder durch Notfälle verschoben wurde und nie erledigt wurde.
Eine Anlage meldet stolz einen Anteil geplanter Wartung von 80 % — die meisten Arbeiten sind geplant, nicht reaktiv. Die Führung entspannt sich. Aber die Termintreue liegt nur bei 45 %: Mehr als die Hälfte der geplanten Arbeiten wird nie pünktlich erledigt und immer wieder von den Ausfällen überholt, die sie eigentlich verhindern sollte. Die Anlage plant also gut, führt aber schlecht aus, und die nicht erledigten geplanten Arbeiten werden schließlich zu den Ausfällen, die den Zeitplan wieder durcheinanderbringen — ein Teufelskreis, der verborgen bleibt, wenn man nur den PMP betrachtet. Die gemeinsame Betrachtung beider Zahlen macht das Problem sichtbar; die Einzelbetrachtung schmeichelt nur.
PMP sagt Ihnen, ob Sie planen; die Termintreue sagt Ihnen, ob Sie ausführen. Hoher PMP bei niedriger Termintreue bedeutet gute Pläne, die nie umgesetzt werden — die Arbeit ist geplant, wird aber ständig verschoben. Hohe Termintreue bei niedrigem PMP bedeutet, dass Sie zuverlässig eine überwiegend reaktive Arbeitslast abarbeiten. Nur wenn beide hoch sind, haben Sie eine reife, kontrollierte Instandhaltungsfunktion.
Erhöhen Sie den PMP, indem Sie reaktive Arbeiten in geplante Arbeiten umwandeln — erkennen Sie Ausfallursachen früh, planen Sie und stellen Sie die Teile bereit. Erhöhen Sie die Termintreue, indem Sie den Zeitplan schützen: eine realistische Auslastung, einen Puffer für echte Notfälle und die Disziplin, geplante Arbeiten nicht für Dinge zu verschieben, die warten können. Die beiden verstärken einander — bessere Ausführung verhindert die Ausfälle, die die Planung zerstören.
1. Nur PMP berichten. Gute Planung mit schlechter Ausführung wirkt wie Erfolg.
2. Nur Termintreue berichten. Das zuverlässige Abarbeiten reaktiver Arbeiten wirkt gesund, ist aber kein Ausdruck von Reife.
3. Überplanung. Ein unrealistischer Plan garantiert niedrige Termintreue.
4. Geplante Arbeiten für Nicht-Notfälle verschieben. Die geplanten Arbeiten, die nicht stattfinden, werden zum nächsten Ausfall.
Beide KPIs beeinflussen die OEE-Verfügbarkeit durch ihre Auswirkung auf Ausfälle. Steigen PMP und Termintreue gemeinsam, werden mehr Ausfälle verhindert und mehr geplante Arbeiten ausgeführt, wodurch Ausfallzeiten aus der Produktionszeit herausverlegt werden. Wenn einer zurückbleibt, tauchen die nicht erledigten Arbeiten als ungeplante Ausfälle wieder auf, die die Verfügbarkeit senken.
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PMP misst, ob die Arbeit geplant war; die Termintreue misst, ob die geplante Arbeit tatsächlich pünktlich abgeschlossen wurde.
Weil gute Pläne, die nie ausgeführt werden (niedrige Termintreue), die Arbeit trotzdem unerledigt lassen.
Beide sollten hoch sein — die genauen Ziele variieren, aber das Ziel ist, die meisten Arbeiten zu planen und den Zeitplan zuverlässig umzusetzen.
Überplanung und das Verschieben geplanter Arbeiten zugunsten von Nicht-Notfällen.
Gemeinsam verhindern sie Ausfälle und sorgen für die Ausführung geplanter Arbeiten, wodurch die Verfügbarkeit geschützt wird.