Wenn eine CMMS-Bewertung auf dem Schreibtisch des IT- oder OT-Managers landet, verlagern sich die Fragen von Wartungsabläufen hin zu Infrastrukturfragen: Wie verbindet sich dieses System mit unserem ERP? Welche Anforderungen an den Datenstandort gelten? Wie authentifiziert es sich? Kann es in unser SCADA oder unseren Historian integriert werden?
Dieser Leitfaden behandelt, was IT- und OT-Manager bei der Einführung eines CMMS bewerten müssen — von der Sicherheitsarchitektur bis zu Integrationsmustern — und welche Fragen sie Anbietern stellen sollten, bevor sie sich für eine Plattform entscheiden.
Bereitstellungsmodell
Cloud-(SaaS-)CMMS-Plattformen bieten eine schnellere Bereitstellung und geringeren Infrastrukturaufwand, erfordern jedoch eine sorgfältige Bewertung von Datenresidenz, Verfügbarkeits-SLAs und Netzabhängigkeit. On‑Premise-Bereitstellungen bieten mehr Kontrolle, erfordern jedoch interne Serverinfrastruktur und einen höheren IT‑Wartungsaufwand. Hybride Bereitstellungen — Cloud-Management‑Ebene mit lokaler Datenspeicherung — werden zunehmend bei Herstellern mit Anforderungen an Datensouveränität oder unzuverlässiger Internetanbindung an entfernten Standorten eingesetzt.
Authentifizierung und Zugriffskontrolle
Enterprise-CMMS-Plattformen sollten SAML 2.0 oder OIDC für die SSO‑Integration mit Ihrem Unternehmens‑Identity‑Provider (Azure AD, Okta usw.) unterstützen. Mindestens rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC); attributbasierte Zugriffskontrolle (ABAC) für Organisationen mit komplexen Berechtigungsanforderungen. Klären Sie, ob SSO im Basispreis enthalten ist oder ein Upgrade erfordert.
ERP‑Integrationsarchitektur
Die meisten CMMS‑zu‑ERP‑Integrationen folgen einem von drei Mustern: Echtzeit-REST‑API‑Aufrufen, geplanten Batch‑Synchronisationen über Flachdateien oder einer middleware-vermittelten Integration (MuleSoft, Boomi usw.). Beurteilen Sie, welches Muster Ihr aktuelles ERP unterstützt und ob der CMMS‑Anbieter vorgefertigte Konnektoren anbietet oder kundenspezifische Entwicklung erforderlich ist. Vorgefertigte SAP‑Konnektoren sparen 3–6 Monate Integrationsaufwand.
OT‑Netzwerksicherheit
Wenn das CMMS Daten direkt von SPS-, SCADA‑ oder Historian‑Systemen empfangen muss, prüfen Sie, ob es in einem OT‑Netzwerksegment mit geeigneter DMZ‑Trennung betrieben werden kann. Stellen Sie sicher, dass das CMMS keinen direkten Internetzugang aus dem OT‑Netzwerk benötigt — die Daten sollten über eine von der IT verwaltete Integrationsschicht fließen.
Fabrico ist ein cloud‑nativer SaaS‑CMMS mit Daten, die auf einer in der EU ansässigen Infrastruktur gehostet werden, wodurch es sich für Hersteller mit DSGVO‑Pflichten oder Anforderungen an Datenlokalisierung eignet. Die Plattform unterstützt SSO über SAML 2.0, rollenbasierte Zugriffskontrollen und Audit‑Logging für alle Datenänderungen. Für die OT‑Integration stellt Fabrico einen leichtgewichtigen Edge‑Connector bereit, der auf einem von der IT verwalteten Server läuft und Daten aus OPC‑UA-, Modbus- und REST‑basierten Produktionssystemen abruft — dabei wird das OT‑Netzwerk isoliert gehalten, während Echtzeit‑Produktionsdaten an das CMMS geliefert werden. Die ERP‑Integration ist über eine REST‑API verfügbar, mit vorgefertigten Konfigurationsvorlagen für SAP S/4HANA. Vereinbaren Sie eine technische Demo mit unserem Integrationsteam — wir stimmen Ihre spezifische IT/OT‑Architektur mit unseren Bereitstellungsoptionen ab, bevor die Evaluierung beginnt.