Wichtigste Erkenntnisse
Kurzantwort: Qualitätskosten sind die Gesamtsumme dessen, was Sie für die Vermeidung von Fehlern, die Bewertung auf Fehler und die Behandlung von Fehlern ausgeben. Kosten schlechter Qualität sind nur der Fehleranteil — Ausschuss, Nacharbeit, Rücksendungen, Garantie, verlorene Kunden. Die Neuausrichtung: Ein Euro Prävention spart typischerweise mehrere Euro an Kosten schlechter Qualität, und ein Großteil dieser Kosten ist verborgen. Siehe auch Ausschuss vs Nacharbeit.
Qualitätskosten (CoQ) werden konventionell in vier Kategorien aufgeteilt. Die ersten beiden sind das, was Sie investieren, um Qualität zu erreichen; die letzten beiden sind das, was schlechte Qualität Sie kostet.
Interne und externe Fehlerkosten (die Kosten schlechter Qualität, CoPQ) sind reiner Abfall — sie schaffen nichts. Externe Fehlerkosten tragen besonders viele versteckte Kosten: Rufschädigung, verlorenes Folgegeschäft und die Kapazität, die damit verbraucht wird, dass dasselbe Teil hergestellt, aussortiert und neu gefertigt wird. Es ist der Eisberg unterhalb der sichtbaren Ausschusslinie.
Eine Anlage erfasst Ausschuss in Höhe von 200.000 € pro Jahr und hält ihre Qualitätskosten für überschaubar. Eine vollständige Betrachtung der Qualitätskosten erzählt jedoch eine andere Geschichte: 200.000 € Ausschuss, aber außerdem 350.000 € Nacharbeitslöhne, 180.000 € an Garantieansprüchen und ein Prüfteam von vier Personen, das den größten Teil seiner Zeit mit Inspektionen verbringt — deutlich über 1 Mio. € CoPQ, der Großteil davon wird nie der Qualität zugerechnet. Demgegenüber wirken die 80.000 €, die nötig wären, um die drei häufigsten Defekte fehlerfest zu machen, wie die offensichtliche Investition. Die Neuausrichtung verwandelte eine als „akzeptabel“ bewertete Ausschusszahl in ein klares Argument für Prävention.
Investitionen in Prävention reduzieren sowohl Bewertungs- als auch Fehlerkosten. Die meisten ausgereiften Qualitätsprogramme stellen fest, dass sich Ausgaben für Prävention mehrfach in vermiedenen CoPQ auszahlen — weshalb die Betrachtung der Qualitätskosten das Budgetgespräch so oft von „Inspektion kürzen“ zu „in Prävention investieren“ dreht.
Die meisten Fertigungsbetriebe erfassen Ausschuss, aber nicht das vollständige CoPQ. Das Offenlegen von Prüfaufwand, Garantieaufwendungen und der durch Nacharbeit verlorenen Kapazität macht die tatsächlichen Kosten sichtbar und rechtfertigt Präventionsinvestitionen, die eine reine Ausschussbetrachtung nie unterstützen würde.
1. Nur Ausschuss erfassen. Der Großteil der realen Kosten schlechter Qualität bleibt verborgen.
2. Bewertung kürzen, um Geld zu sparen. Ohne Prävention lässt weniger Inspektion einfach mehr Fehler entkommen.
3. Die durch Nacharbeit verlorene Kapazität ignorieren. Nacharbeitsstunden sind reale CoPQ, die selten verbucht werden.
4. Kein Präventionsbudget. Fehlkosten dauerhaft bezahlen, statt in deren Beseitigung zu investieren.
CoPQ zeigt sich in der OEE-Qualitätsrate als Ausschuss und Nacharbeit. Verbesserung der Qualität an der Quelle senkt CoPQ und erhöht gleichzeitig die OEE — dieselbe Präventionsinvestition, die die Kosten senkt, hebt auch den Qualitätsanteil.
Fabrico erfasst Defekte mit Ursachencodes und macht Ausschuss und Nacharbeit sichtbar, sodass Sie die CoPQ quantifizieren und Präventionsmaßnahmen begründen können. Demo buchen, um Ihre Qualitätsverluste kostenmäßig zu sehen.
Ja — CoPQ ist der Fehleranteil der gesamten Qualitätskosten.
In der Prävention — sie reduziert sowohl Bewertungs- als auch Fehlerkosten.
Ausschuss allein verbirgt den Großteil der realen Kosten — Nacharbeit, Garantie und verlorene Kapazität.
CoPQ sind die Qualitätsverluste in der OEE; deren Reduzierung hebt den Qualitätsanteil.
Oft mehrfach, durch vermiedenen Ausschuss, Nacharbeit, Garantie und Inspektion.