Unfertige Erzeugnisse sind Bargeld: Jede Palette mit Halbfertigwaren, die in Ihrem Lager steht, repräsentiert Geld, das Sie nicht einsetzen können. Die Reduzierung der unfertigen Erzeugnisse ist der schnellste Weg, Betriebskapital freizusetzen, ohne den Umsatz zu steigern.
Der „Fluss der Felsen“: Hohe WIP-Werte verschleiern Probleme. Wie ein hoher Wasserstand, der Felsen in einem Fluss bedeckt, verbirgt der WIP-Bestand Engpässe, Qualitätsmängel und Maschinenunzuverlässigkeit. Die Senkung des WIP-Bestands zwingt Sie, die Ursachen zu beheben.
Zuverlässigkeit ist entscheidend: Bediener bauen WIP-Puffer auf, weil sie den Maschinen nicht vertrauen. Durch die Verbesserung der Anlagenzuverlässigkeit wird die Angst beseitigt, die zur WIP-Anhäufung führt.
Digitale Transparenz: Was man nicht sieht, kann man nicht managen. Wird die unfertige Produktion auf Papieretiketten erfasst, bemerkt man ihre Existenz erst am Inventurtag. Echtzeit-Tracking macht die Stapel sofort sichtbar.
Unfertige Arbeiten (Work in Process, WIP) werden in der Bilanz oft als Vermögenswert behandelt, in der Produktion stellen sie jedoch eine Verbindlichkeit dar.
Die unfertigen Erzeugnisse (WIP) beanspruchen Produktionsfläche, erfordern Transportkosten, verdecken Qualitätsmängel und verlängern die Lieferzeit. Bei fünf Tagen WIP zwischen Maschine A und Maschine B dauert es fünf Tage, bis ein Qualitätsmangel an Maschine A an Maschine B entdeckt wird. Bis dahin entstehen fünf Tage Ausschuss.
Für einen Werksleiter ist die Reduzierung des WIP (Work in Progress) ein strategischer Hebel. Sie verwandelt einen trägen, kapitalintensiven Betrieb in eine agile, schlanke Maschine.
Man kann WIP jedoch nicht einfach verbieten. WIP hat seinen Sinn: Es dient in der Regel als Puffer gegen Instabilität. Um WIP nachhaltig zu reduzieren, muss die Instabilität beseitigt werden.
Hier sind 5 datengestützte Strategien zur Reduzierung des unfertigen Aufwands in der Fertigung bis 2026.
Warum stapeln die Bediener Teile zwischen den Maschinen? Aus Angst.
Sie fürchten, dass die vorgelagerte Maschine ausfällt und sie dadurch hungern. Oder sie fürchten, dass ihre eigene Maschine ausfällt, und bauen deshalb einen Vorrat an, um den nachgelagerten Prozess aufrechtzuerhalten.
Ungeplante Ausfallzeiten sind der Hauptgrund für einen Überschuss an unfertigen Erzeugnissen.
Die Strategie:
Erhöhung der mittleren Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF): Implementieren Sie zustandsorientierte Instandhaltung an den kritischen Maschinen, die die WIP-Stapel befördern. Wenn die Maschine zuverlässig ist, benötigt der Bediener keinen Puffer.
Visuelle Verfügbarkeitsanzeige: Zeigen Sie den Bedienern den Echtzeit-Zustand der vorgelagerten Maschine. Wenn sie wissen, dass diese einwandfrei läuft, vermeiden sie Materialhortung.
Gezielte Wartung: Konzentrieren Sie Ihre Wartungsressourcen gezielt auf die Anlagen, die die "Starve/Block"-Ereignisse verursachen.
Große Chargen garantieren einen hohen WIP-Wert.
Wenn Sie in Schritt 1 1.000 Einheiten produzieren, bevor Sie diese in Schritt 2 überführen, haben Sie automatisch 1.000 Einheiten unfertiger Erzeugnisse, die ungenutzt herumstehen.
Fabriken fertigen große Chargen, um Umrüstungen zu vermeiden. „Das Einrichten dauert zwei Stunden, also produzieren wir lieber zwei Tage lang.“ Diese Logik optimiert zwar die Maschine, aber nicht das gesamte System.
Die Strategie:
Reduzierung der Rüstzeiten (SMED): Optimieren Sie Umrüstzeiten konsequent. Dauert die Einrichtung beispielsweise nur 10 Minuten statt 2 Stunden, können Sie Chargen von 100 statt 1.000 Stück verarbeiten.
Digitale Einrichtungsleitfäden: Nutzen Sie digitale Checklisten, um Umrüstungen zu standardisieren und zu beschleunigen, wodurch auch kleine Losgrößen wirtschaftlich rentabel werden.
Kampagnenplanung: Gruppieren Sie ähnliche Produkte, um die Anzahl der „großen“ Produktwechsel zu minimieren und gleichzeitig kleinere „geringfügige“ Produktwechsel zu ermöglichen.
Die unfertigen Erzeugnisse (WIP) sammeln sich dort an, wo der Prozessfluss stoppt. Wenn Prozess A mit 100 Teilen pro Minute und Prozess B mit 80 Teilen pro Minute läuft, entstehen jede Minute 20 Teile WIP.
Das Problem lässt sich nicht dadurch lösen, dass Prozess A schneller läuft. Man löst es, indem man die Warteschlange ausgleicht.
Die Strategie:
OEE-Analyse: Ermitteln Sie anhand der Daten die tatsächliche Geschwindigkeit jedes Prozessschritts (nicht die auf dem Typenschild angegebene Geschwindigkeit).
Drosselung: Es mag kontraintuitiv erscheinen, aber Sie sollten Prozess A verlangsamen, um ihn an Prozess B anzupassen. Dies verhindert ein Anwachsen des WIP-Stapels und spart Energie/Material.
Pufferverwaltung: Definieren Sie einen maximalen Standardpuffer (z. B. 1 Palette). Wenn der Puffer voll ist, muss Prozess A gestoppt werden. Verwenden Sie Sensoren, um diesen Stopp zu automatisieren.
Nachbearbeitung ist ein „Zombie-WIP“. Es handelt sich um Produkte, die eigentlich das Werk verlassen haben sollten, aber in einer Schleife aus Reparatur und erneuter Inspektion feststecken.
Nachbearbeitungsstapel verstopfen die Gänge und bringen den Produktionsablauf durcheinander. Sie erfordern zusätzlichen Aufwand, zusätzliche Nachverfolgung und führen häufig zu Auftragsverlusten.
Die Strategie:
Fokus auf die Ausbeute im ersten Durchgang: Qualität direkt an der Quelle verfolgen.
Maschinenzustandsverknüpfungen: Häufig werden Defekte durch Verschleiß verursacht. Verknüpfen Sie Ihre Qualitätsdaten mit Ihrer Wartungssoftware. Produziert eine Maschine fehlerhafte Teile, lösen Sie umgehend eine Wartungsprüfung aus.
Bearbeitungsgeschwindigkeit: Nacharbeiten dürfen nicht liegen bleiben. Die 24-Stunden-Regel muss eingehalten werden. Entweder wird das Produkt heute repariert oder noch heute verschrottet. Es darf nicht zu einem unfertigen Produkt werden.
In vielen Werken ist der Bestand an unfertigen Erzeugnissen für das Planungssystem unsichtbar. Das ERP-System kennt Rohmaterialien und Fertigwaren, aber der dazwischenliegende „schwarze Fleck“ bleibt ein Rätsel.
Wenn Sie nicht wissen, wo sich die unfertigen Erzeugnisse befinden, bestellen Sie mehr Rohmaterial als Sie benötigen, wodurch noch mehr unfertige Erzeugnisse entstehen.
Die Strategie:
Mobile WIP-Protokollierung: Die Bediener sollten die Produktion in jedem Schritt mithilfe eines Tablets protokollieren. „Auftrag 123 wurde zu Station 4 verlegt.“
Barcode-/QR-Scanning: Befestigen Sie einen Beleg am WIP-Behälter. Durch das Scannen wird das zentrale System sofort aktualisiert.
Visuelles Dashboard: Planer sollten eine „Heatmap“ der Produktionshalle sehen, die in Echtzeit genau anzeigt, wo sich die Lagerbestände anhäufen.

Eine Fabrik mit niedrigem WIP (Work in Progress) und gleichzeitig hohen Maschinenstillstandszeiten ist nicht möglich.
Fabrico bietet die Stabilität, die Sie benötigen, um die Puffer zu entfernen.
Wir verbessern die Zuverlässigkeit: Damit die Bediener den Maschinen vertrauen und keine Ersatzteile mehr horten.
Wir beschleunigen die Umrüstungen: So können Sie kleinere Chargen mit weniger Lagerbestand produzieren.
Wir visualisieren Fehler: So können Sie Nacharbeitsschleifen stoppen, bevor sie überhaupt entstehen.
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