Menu
Wartungssoftware: Wartungsplan digital aufbauen und Termintreue messen

Wartungssoftware: Wartungsplan digital aufbauen und Termintreue messen

Wie ein digitaler Wartungsplan aufgebaut ist: Intervalle nach Zeit, Zähler und Zustand, Termintreue mit Rechenbeispiel und eine Checkliste für die Auswahl.
Wartungssoftware: Wartungsplan digital aufbauen und Termintreue messen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wartungssoftware plant wiederkehrende Wartungen automatisch, verteilt sie an die richtigen Techniker und dokumentiert jede erledigte Aufgabe mit Datum, Person und Befund.
  • Der Kern ist der Wartungsplan: Intervalle nach Kalender, nach Betriebsstunden oder Zählerstand und nach Zustand.
  • Die wichtigste Kennzahl ist die Termintreue: Wie viele der geplanten Wartungen wurden rechtzeitig erledigt?
  • Excel funktioniert als Wartungsplaner, bis mehrere Personen gleichzeitig planen oder ein Auditor einen Nachweis verlangt.
  • Eine Wartungssoftware ist meist Teil einer Instandhaltungssoftware, die auch Störungen, Ersatzteile und die Anlagenhistorie verwaltet.

Dieser Beitrag zeigt, wie ein digitaler Wartungsplan aufgebaut ist, wie Sie Termintreue messen und worauf Sie bei der Auswahl achten. Den Gesamtüberblick über Instandhaltungssoftware finden Sie in unserem Leitfaden Instandhaltungssoftware.

Was ist eine Wartungs­software?

Eine Wartungssoftware, oft auch Wartungsplaner genannt, verwaltet alle geplanten Arbeiten an Maschinen und Anlagen. Sie erzeugt die fälligen Aufgaben selbst, weist sie zu und hält fest, was erledigt wurde.

Damit ersetzt sie Wandkalender, Excel-Listen und Aufkleber an der Maschine. Vor allem schafft sie einen Nachweis, den Auditoren, Versicherer und Kunden verlangen.

Wartungssoftware und Instandhaltungssoftware werden oft gleichgesetzt. Genau genommen ist die Wartung der geplante Teil der Instandhaltung, während Störungen, Reparaturen und Ersatzteile den Rest ausmachen.

In der Praxis kaufen Fertigungsbetriebe beides in einem System, weil Wartung und Störung an derselben Anlage hängen. Eine Wartung, die einen Befund ergibt, sollte ohne Umweg zum Reparaturauftrag werden.

Den Wartungsplan aufbauen: drei Arten von Intervallen

Jede Wartungsaufgabe braucht einen Auslöser. Eine gute Wartungssoftware unterstützt drei Arten:

  • Nach Kalender: wöchentlich, monatlich, jährlich. Passt für Sichtprüfungen, Schmierrunden und gesetzliche Prüfungen.
  • Nach Nutzung: nach Betriebsstunden, Hüben, Zyklen oder Stückzahl. Passt für Verschleißteile, deren Abnutzung von der Last abhängt.
  • Nach Bedingung: wenn ein Messwert eine Grenze überschreitet oder eine Prüfung einen Befund ergibt. Die nächste Aufgabe entsteht dann aus dem Ergebnis der vorigen.

Für den Aufbau haben sich vier Schritte bewährt:

  1. Anlagen priorisieren. Starten Sie mit den Maschinen, deren Ausfall die Produktion stoppt oder ein Sicherheitsrisiko ist.
  2. Herstellervorgaben sammeln. Die Betriebsanleitung nennt Intervalle und Schmierstoffe, sie ist der Ausgangspunkt.
  3. Vorlagen anlegen. Gleiche Maschinen bekommen dieselbe Vorlage mit Checkliste, statt jede Aufgabe einzeln zu pflegen.
  4. Intervalle nachschärfen. Findet die Wartung dreimal hintereinander nichts, ist das Intervall vielleicht zu kurz. Kommt es zwischen zwei Wartungen zum Ausfall, ist es zu lang.

Wartung verhindert Ausfälle, aber nicht jeden Stillstand. Wie Sie die übrigen Verluste finden und abbauen, zeigt unser Beitrag Maschinenstillstände reduzieren.

Termintreue messen: ein Rechenbeispiel

Ein Wartungsplan ist nur so gut wie seine Umsetzung. Die Kennzahl dafür ist die Termintreue, oft auch Planerfüllung genannt.

Die Formel ist einfach: rechtzeitig erledigte Wartungen geteilt durch fällige Wartungen im Zeitraum.

Ein Beispiel: Im September waren 180 Wartungsaufgaben fällig. 150 davon wurden innerhalb ihres Zeitfensters erledigt, 18 verspätet und 12 gar nicht.

  • Termintreue = 150 / 180 = 83 %
  • Verspätet = 18 / 180 = 10 %
  • Ausgefallen = 12 / 180 = 7 %

Die 12 ausgefallenen Wartungen sind die eigentliche Frage. Hängen sie an denselben Anlagen, an derselben Schicht oder an fehlenden Ersatzteilen?

Genau diese Auswertung ist in Excel mühsam und in einer Wartungssoftware ein Filter. Wiederholt sich das Muster, liegt das Problem meist in der Kapazität oder der Planung, nicht bei den Technikern.

Machen Sie eine Live-Tour mit einem Produktexperten
Vereinbaren Sie eine Demo

Wartungs­software auswählen: die Checkliste

Die meisten Wartungsplaner zeigen in der Demo einen Kalender. Diese Punkte entscheiden, ob er im Werk funktioniert:

  • Intervalle nach Zeit, Zähler und Bedingung in einer Aufgabe, nicht nur nach Kalender.
  • Vorlagen mit Checklisten, die sich auf viele gleiche Maschinen übertragen lassen.
  • Mobile Erledigung an der Anlage, mit Fotos und Messwerten, statt Nachtragen am PC.
  • Befund wird Auftrag: Ergibt eine Wartung einen Mangel, entsteht der Reparaturauftrag ohne Umweg.
  • Auslastung: Die Planung zeigt, wer in welcher Schicht verfügbar und wer bereits überbucht ist.
  • Nachweis und Export für Audits, Versicherer und Kunden, mit Datum, Person und Ergebnis.
  • Ersatzteile an der Aufgabe, damit Material vor dem Termin bereitliegt.
  • Sprachen der Oberfläche, damit jedes Team in seiner Sprache arbeitet.

Für Betriebe mit Betriebsrat gilt: Sobald Zeiterfassung oder Auswertungen einzelnen Beschäftigten zugeordnet werden können, gehört eine Betriebsvereinbarung dazu. Unser Leitfaden zur Abstimmung mit dem Betriebsrat zeigt die typischen Punkte.

So arbeitet Fabrico

Fabrico bringt einen Jahreswartungsplan, wiederkehrende Aufgaben mit Vorlagen, bedingte Aufgaben und Freigabeabläufe mit. Techniker erledigen Aufgaben in den Apps für iOS und Android oder in der Webversion, mit QR-Code an der Maschine und automatischer Zeiterfassung.

Die Planung zeigt Schichten und warnt bei Überlastung, und Ersatzteile werden je Auftrag gebucht. Weil Fabrico zugleich eine vollständige Instandhaltungssoftware mit Maschinendatenerfassung und OEE ist, sehen Sie auch, welche Anlage trotz Wartung am häufigsten steht.

Die Oberfläche ist auf Deutsch verfügbar, und Fabrico ist nach ISO 27001 zertifiziert. Einen Überblick über die Wartungsfunktionen gibt die Seite präventive Wartung.

Sehen Sie Ihren Wartungsplan in Fabrico. Vereinbaren Sie eine Demo mit einem Fabrico-Berater, 30 Minuten und unverbindlich.

Lieber zuerst eine Frage klären? Kontaktieren Sie uns.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Wartungs­software und Instandhaltungs­software?

Wartungssoftware steht für den geplanten Teil: Intervalle, Checklisten und Nachweise. Instandhaltungssoftware umfasst zusätzlich Störungen, Reparaturen, Ersatzteile und die Anlagenhistorie, in der Praxis sind beide meist ein System.

Kann ich meinen Wartungsplan aus Excel übernehmen?

In der Regel ja, über einen Import von Anlagen und Aufgaben. Nutzen Sie den Umzug, um doppelte Aufgaben zu bereinigen und gleiche Maschinen auf eine gemeinsame Vorlage zu bringen.

Welche Termintreue ist gut?

Einen allgemeingültigen Zielwert gibt es nicht. Wichtiger als die Zahl ist der Trend und die Frage, welche Wartungen immer wieder ausfallen und warum.

Wie oft sollte ein Wartungsintervall angepasst werden?

Prüfen Sie Intervalle, sobald genug Ergebnisse vorliegen. Wiederholte Wartungen ohne Befund sprechen für ein längeres Intervall, Ausfälle zwischen zwei Terminen für ein kürzeres.

Brauche ich für eine Wartungs­software eine eigene IT?

Nicht zwingend. Cloudbasierte Systeme laufen im Browser und als App, die IT prüft vor allem Datenschutz, Zugriffe und gegebenenfalls Single Sign-On.

Für diese Prüfung hilft unser Sicherheitsfragebogen für Anbieter.

Das Neueste aus unserem Blog

Definieren Sie Ihren Zuverlässigkeitsfahrplan
Überzeugen Sie sich selbst!
Definieren Sie Ihren Zuverlässigkeitsfahrplan
Indem Sie auf die Schaltfläche „Akzeptieren“ klicken, erklären Sie sich mit der Nutzung einverstanden.Cookies beim Zugriff auf diese Website und bei der Nutzung unserer Dienste. Erfahren Sie mehrWeitere Informationen zur Verwendung und Verwaltung von Cookies finden Sie in unserem Datenschutzrichtlinie und Cookie-Erklärung