Die Kabel- und Drahtfertigung nutzt Hochgeschwindigkeits-Extrusions- und Ziehprozesse, bei denen ungeplante Stillstandszeiten den Produktionsablauf stören und Ausschuss verursachen. Extruder benötigen vorbeugende Wartung, die sowohl an Kalenderintervalle als auch an die Ausstoßmenge gekoppelt ist. Das Werkzeugmanagement ist entscheidend für die Produktqualität. Ziehmaschinen erfordern häufige Werkzeugwechsel, die im CMMS-System erfasst und deren Zustand bewertet wird. Wichtige CMMS-Anforderungen für die Kabel- und Drahtfertigung: mengenabhängige Wartungsauslöser für Extruder und Verseilmaschinen, Werkzeug- und Werkzeugbestandsverwaltung mit Nutzungsnachverfolgung, Wartungsplanung für Ab- und Aufwickelspulen, vorbeugende Wartung der Kühlwassersysteme von Extrusionslinien sowie Kalibrierungsmanagement für elektrische Prüfgeräte. Mehrlinienwerke, die verschiedene Kabeltypen produzieren, benötigen CMMS-Anlagenhierarchien, die die Linienkonfigurationen präzise abbilden. Dies ermöglicht die Planung der vorbeugenden Wartung auf Linienebene und die Nachverfolgung der Historie einzelner Komponenten auf Anlagenebene.
Die Verfügbarkeit der Extrusionsanlage hat höchste Priorität bei der Instandhaltung: Verschleiß an Extruderschnecke und -zylinder erfordert eine frühzeitige Erkennung durch Überwachung von Stromverbrauch und Ausstoßkonstanz. Vorbeugende Wartungsprogramme sind darauf ausgelegt, Verschleißteile auszutauschen, bevor es zu Qualitätsmängeln oder Blockaden kommt. Hersteller von Elektrokabeln mit strengen Qualitätsanforderungen – beispielsweise für die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie oder die Medizintechnik – benötigen Kalibrierungen für ihre Prüf- und Messgeräte, was einen erheblichen Aufwand im Kalibrierungsmanagement verursacht. Die Wartung von Caterpillar-Abzugsvorrichtungen und -Seilwinden ist zwar häufig, aber unkompliziert und erfordert eine effiziente Bearbeitung von mobilen Arbeitsaufträgen. Die Wartung von Kühlsystemen – Wasseraufbereitung, Wärmetauscher, Kühlrinnen – ist entscheidend für die Isolationsqualität in der PVC- und XLPE-Kabelproduktion. Die Integration von CMMS-Daten mit Qualitätsprüfdaten hilft, die Wartungszustände zu identifizieren, die mit Isolationsexzentrizität, Verschmutzung und anderen Qualitätsmängeln zusammenhängen. So wird der Kreislauf zwischen Wartungsmaßnahmen und Qualitätsergebnissen geschlossen.
Kabel- und Drahthersteller sollten CMMS-Systeme mit laufzeitbasierter PM-Funktionalität, leistungsstarkem Bestandsmanagement für Werkzeuge mit hohem Umschlag und mobiler Auftragsbearbeitung priorisieren, die von Wartungstechnikern auch in lauten Produktionsumgebungen genutzt werden. Die branchenspezifischste Integrationsanforderung ist die OEE-Datenanbindung: Reduzierungen der Extrusionsliniengeschwindigkeit und Qualitätsstopps sind die Hauptursachen für OEE-Verluste. Die Anbindung dieser Daten an das CMMS-System ermöglicht eine schnellere Ursachenanalyse als die manuelle Untersuchung. Fabrico bietet diese OEE-zu-CMMS-Anbindung nativ. Für Hersteller mit SAP- oder Oracle-ERP-Systemen muss das CMMS in das Beschaffungsmodul für Werkzeug- und Werkzeugkäufe integriert sein, die einen erheblichen Anteil der wiederkehrenden MRO-Ausgaben ausmachen. Mittelständische Kabel- und Drahthersteller finden in der Regel, dass Fiix, Limble oder Fabrico das richtige Verhältnis von Funktionalität und Implementierungsaufwand für ihre Umgebung bieten, ohne den Overhead von Enterprise-CMMS-Plattformen.