Die Herstellung von Bergbaumaschinen – darunter Muldenkipper, Bagger, Bohrgeräte und Untertagebaumaschinen – umfasst die Produktion von extrem hochwertigen und zuverlässigkeitskritischen Anlagen. Werden Qualitätsmängel erst nach dem Einsatz entdeckt, können dies zu katastrophalen Verlusten für die Kunden führen. Die Anforderungen an ein computergestütztes Managementsystem (CMMS) tragen dem Rechnung: Die Wartung der Produktionsanlagen muss nachweisbar sein und die Produktqualität widerspiegeln. Kalibrierungsaufzeichnungen für Montagewerkzeuge müssen mit spezifischen Maschinenseriennummern verknüpft sein, und die Wartung der Prüfstände muss vor der Endabnahmeprüfung abgeschlossen sein. Großformatige Bearbeitungsmaschinen – Bohrwerke, Vertikaldrehmaschinen, große CNC-Bearbeitungszentren – erfordern eine präzise Kalibrierung und Temperaturkompensation, die sich direkt auf die Maßgenauigkeit der Komponenten der Bergbaumaschinen auswirkt. Die Wartung der Hydraulikprüfstände ist entscheidend für die Validierung der Hydrauliksysteme vor der Auslieferung an den Kunden. Die Wartung von Lackier- und Oberflächenbehandlungsanlagen beeinflusst den Korrosionsschutz der Ausrüstung, die für den Einsatz unter den rauen Bedingungen im Bergbau bestimmt ist.
Hersteller von Bergbaumaschinen bieten auch Überholungs- und Instandsetzungsdienste für Komponenten an, um im Feld verschlissene Bauteile – Motoren, Getriebe, Hydraulikpumpen, Radmotoren – in neuwertigen Zustand zurückzuversetzen. Diese Instandsetzungsarbeiten stellen besondere Anforderungen an das CMMS: Jede instandgesetzte Komponente erfordert einen Arbeitsauftrag, der die Inspektion, Bearbeitung, den Teileaustausch und die Prüfzertifizierung dokumentiert und die vollständige Rückverfolgbarkeit der verwendeten Ersatzteile gewährleistet. Der CMMS-Workflow für die Instandsetzung ähnelt eher einem Mini-Fertigungsprozess als einem herkömmlichen Wartungsauftrag. Die Ersatzteilverwaltung für große Bergbaumaschinenkomponenten stellt eine anspruchsvolle Herausforderung im Bestandsmanagement dar: Wichtige Instandsetzungsteile (Motorlager, Hydraulikzylinderdichtungssätze, Getriebesätze) repräsentieren ein erhebliches Betriebskapital. Eine CMMS-Bestandsoptimierung, die Notfallkäufe von Ersatzteilen und Überbestände reduziert, wirkt sich direkt auf die Rentabilität des Instandsetzungsgeschäfts aus. Für Hersteller mit globalen Instandsetzungszentren verkürzt ein standortübergreifendes CMMS mit gemeinsamer Teileübersicht die Transferzeiten zwischen den Standorten und verhindert doppelte Notfallkäufe.
Hersteller von Bergbaumaschinen benötigen CMMS mit lückenloser Auftragsverfolgung für Qualitätssicherung, Workflow-Funktionen für die Komponentenüberholung und standortübergreifendes Management für globale Überholungsnetzwerke. Große OEMs wie Caterpillar, Komatsu, Sandvik, Epiroc und Metso Outotec nutzen unternehmensweite CMMS-Umgebungen, die in SAP oder Oracle integriert sind. Ihre Überholungs- und Serviceabteilungen verwenden in der Regel dasselbe CMMS wie ihre Produktionsstätten. Für mittelständische Hersteller von Bergbaumaschinen und unabhängige Überholungsbetriebe bieten speziell entwickelte CMMS mit umfassender Rückverfolgbarkeit und Bestandsverwaltung einen höheren Mehrwert als unternehmensweite Plattformen. Fabrico bietet OEE- und CMMS-Funktionen, die speziell auf die Anforderungen der Bergbaumaschinenfertigung mit standortübergreifender Transparenz zugeschnitten sind. Die ISO 55000-Zertifizierung für Anlagenmanagement wird von den Einkaufsabteilungen der Bergbaukunden zunehmend für große Hersteller von Bergbaumaschinen gefordert und erfordert entsprechende Dokumentationspflichten, die das CMMS erfüllen muss.