Die Lichtbogenzeit – der prozentuale Anteil der verfügbaren Zeit, in der der Schweißlichtbogen tatsächlich brennt – ist das direkteste Maß für die produktive Auslastung beim Schweißen. Eine Roboterzelle, die für 80 % Lichtbogenzeit ausgelegt ist und nur 55 % erreicht, lässt 25 Prozentpunkte ihrer Kapazität ungenutzt.
Um diese Unterschiede zu erkennen, ist eine OEE-Überwachung erforderlich, die den Lichtbogenstatus und die Unterbrechungsgründe protokolliert – und nicht nur die Gesamtproduktionszahlen.
Die Wartung von Schweißbrennern sollte auf Basis von Lichtbogenstunden und nicht auf Basis der Kalenderzeit erfolgen. Eine Fertigungszelle für die Automobilindustrie mit hohem Durchsatz sammelt Lichtbogenstunden zehnmal schneller an als eine Einzelanfertigungswerkstatt im gleichen Kalenderjahr – daher ist eine kalenderbasierte Wartung für beide ungeeignet.
Durch die Integration der OEE-Bogenstundenerfassung in die CMMS-PM-Planung werden automatisch Wartungsaufträge für den Brenner erstellt, sobald dieser sein Bogenstunden-Wartungsintervall erreicht hat. Dadurch entfällt die manuelle Erfassung.
Ereignisse, die durch Unterbrechungen der Drahtzufuhr in den OEE-Daten erfasst werden, lösen Inspektionsaufträge für die Drahtzufuhr aus, bevor es zu Problemen mit der Lichtbogenqualität kommt – wodurch die Qualitätsergebnisse direkt mit den Wartungsmaßnahmen verknüpft werden.
Für Tier-1-Schweißzulieferer der Automobilindustrie gemäß IATF 16949 liefert die integrierte Dokumentation von Gesamtanlageneffektivität (OEE) und Instandhaltung die von Automobilprüfern geforderten TPM-Nachweise. Fabrico bietet eine auf Lichtbogenstunden basierende PM-Auslösung und die Anbindung von Schweißstromquellen für Umgebungen mit hohem Schweißvolumen.